Jupiter Jones in Berlin
Auf den gestrigen Abend hatte ich mich schon ein ganze Weile gefreut. Aufgrund der Veränderungen der jüngsten Vergangenheit, fiel mein Berlinbesuch zwar etwas kürzer aus als ursprünglich einmal geplant, aber ganz absagen wollte ich ihn auf gar keinen Fall und he, für 23 Stunden Berlin kann man ja auch schon mal 12 Stunden Zugfahrt auf sich nehmen.
Jupiter Jones waren echt richtig gut und ich mag es, dass sie ganz anscheinend immer noch eher ein “Geheimtipp” sind. Keine lange Schlange vorm Konzertsaal, kein Gedrängel alles super. Für Konzerte passen ins Magnet vielleicht geschätzte dreihundert Leute rein, was die Atmosphäre irgendwie wesentlich gemütlicher macht als mit tausenden in einer riesigen Halle, wo man die Band denn doch nur auf einer Videoleinwand zu Gesicht bekommt. Ich steh einfach auf diese kleinen Clubkonzerte. Anscheinend fiel auch der Backstagebereich im Magnet relativ klein aus, denn kurz nachdem die Vorband ihren letzten Song fertig hatte, drängelte sich der Sänger von Jupiter Jones direkt an uns vorbei einmal von ganz hinten nach ganz vorne durch. Nach dem Motto: “Darf ich mal vorbei, ich muss irgendwie auf die Bühne”.
Eigentlich wollte ich ja ein paar Eindrücke von dem Konzert dokumentieren, entschied mich denn aber doch meine Camera zu Hause zu lassen. In den USA hab ich festgestellt, dass dieser ewige Fotowahn meiner Generation Digitalkamera völlig überbewertet ist. Klar sind Fotos cool, aber wenn man die besten Momente nur auf dem kleinen Bildschirm einer Digitalkamera mit verfolgt, kann man auch gleich zu Hause bleiben. Ich bin eher dafür den Moment zu genießen, statt ihn vor lauter Sorge um das perfekte Bild gar nicht wirklich mitzuerleben. Außerdem wäre es eh viel zu dunkel gewesen für ein anständiges Foto, daher ist alles was ich euch anbieten kann dieses mit meinem Handy aufgenommene, unscharfe, dunkle Video, auf dem man zwar nicht viel sehen kann, aber immerhin ein bisschen was hört.
Jetzt komme ich gerade aus der aktuellen Ausgabe der Sneak Preview zurück, wo’s heute die Pärchenkomödie “All Inclusive” gab. Ein paar befreundete Paare mit mehr oder weniger großen Beziehungsproblemen wollen während eines Urlaubs auf einer paradiesischen Insel wieder zueinander finden und geraten dabei an einen Beziehungsguru, der sie zu abgedrehten Pärchenübungen und intensiven Psychatergesprächen zwingt. Nicht überraschend, aber immerhin unterhaltsam.
Ansonsten habe ich heute meine Controlling Klausur geschrieben und damit inzwischen schon zwei von sechs Klausuren hinter mir. Die nächste steht erst in genau einer Woche an. Dann heißt es Geschäftsprozessmodellierung. Aber auch das sollte machbar sein. Erstmal freue ich mich sehr auf den Besuch meines Lieblingsbruders am Donnerstag. Ist zwar zeitlich ein wenig ungünstig, dass er mitten in der Klausurphase für drei Tage herkommt, aber ich lern einfach schon vorher ein bisschen und denn wird alles gut.
Da die Uhr inzwischen schon 2:41 zeigt und ich mich ziemlich genau daran zu erinnern glaube, morgen früh eine Verabredung zu einer Data Warehouse Vorlesung mit einem gewissen Herrn Schwab zu haben, werd ich’s für heute hierbei belassen. Aber ich lass demnächst mal wieder öfter was von mir hören. Verprochen.
Eric on Oktober 27th 2009 in Allgemein
