Archive for August, 2009

Zurück in die zukunft

abschied

Nun ist es soweit, dreieinhalb ereignisreiche, schöne Monate im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gehen zu Ende. Ich sitze gerade am Gate E14 und warte auf meinen leicht verspäteten Flieger nach London. Morgen Nachmittag 15:45 Uhr Ortszeit hab ich dann endlich wieder deutschen Boden unter den Füßen. Ob ich mich freue? Natürlich! Und wie! Allerdings werd ich die USA schon ein wenig vermissen. Sowohl die neu gewonnen Freunde und Kollegen als auch den gesamte american way of life.

mustangLetzte Woche haben wir mit Thomas für zwei Tage Autos getauscht und kamen so erneut in den Genuss einen Mustang zu fahren. Ist unspektakulärer als man vermuten würde und Innen auch relativ eng, aber man kann sagen was man will, von Außen macht der einfach extrem was her.

achterbahnEin Highlight was wir uns auch bis fast zum Schluss aufgehoben hatten war der Six Flags over Georgia Freizeit Park. Ich war zwar anfangs ein wenig skeptisch was Achterbahen mit loopings betrifft, aber zum Schluss konnte ich gar nicht mehr genug bekommen, einfach der Hammer! In der Superman Achterbahn hing man liegender weise in den Wagen, schwierig zu beschreiben, aber man ist wirklich geflogen wie superman und unter einem ewig nichts und irgendwo Boden. Und koopfüber und rückwärts in einen außenliegenden Looping ist auch ne ziemlich verrückte Sache… Leider haben wir in dem Park gar nicht so viele Fotos gemacht, aber die Achterbahnen hatten es teilweise wirklich in sich, besonders dafür, dass sich meine Achterbahn ERfahrung bisher auf die “Katz & Maus” auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt beschränkte…

Inzwischen ist es 21:10Uhr Atlanta Zeit und das Boarding müsste bald losgehen. In Deutschland ist es also bereits 03:00Uhr Samstag früh. Und ich mache mich auf die Reise zurück in die Zukunft.

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Eric on August 22nd 2009 in Allgemein

Las Vegas & Los Angeles

Der Flug nach Vegas war kurzweilig und dadurch, dass uns die Erdrotation drei Stunden schenkte, waren wir schon 20:30Uhr Ortszeit am McCarran International Airport. Lustiger bzw. erschreckender Weise, fängt hier das Gambling tatsächlich da an, wo die Rollbahn aufhört und die ersten Opfer saßen noch am Gate an den ersten Automaten – wir gehörten nicht dazu. Mit unserem Leihchevy gings über den Las Vegas Boulevard direkt ins fünf Sterne Mirage. Die Hotels sind erstaunlich billig in Vegas, genauso Getränke und eigentlich so ziemlich alles andere. Aber klar, die Sache hat einen Haken, je mehr man in dem Gefühl gewogen wird, beim Hotel “so richtig gespart” zu haben, je leichter gleiten einem die zwanzig Dollar Noten aus der Hand direkt in diese teuflischen Rouletteautomaten. Unser Zimmer war, abgesehen von der Aussicht auf einen Hinterhof, aber wirklich schön und nachdem wir und alle kurz schick gemacht hatten zogen wir los durch das Lichtermeer der Stadt.

Vegas ist tatsächlich genau so wie man es aus hunderten von Filmen kennt und trotzdem beeindruckend. Eine Stadt die scheinbar nur aus Hotels besteht, von denen eines gigantischer, individueller und besser beleuchtet zu sein scheint als das andere. Nachdem wir das Gefühl hatten genug Vegas Glamour in uns aufgezogen zu haben, liesen wir die Nacht im hauseigenen Casino ausklingen. Und ja, ich hab Geld verloren, aber nicht viel und “verloren” ist auch irgendwie der falsche Begriff. Ich weiß ja ziemlich genau wo es ist und es ist da, weil ich es da hingetan habe. Und da man in Vegas so lange man an einem Automaten sitzt gratis Getränke bekommt (auch teure Flaschenbiere und Longdrinks aller Art), sage ich mir einfach, ich hab einfach nur ganz normal meine Getränke bezahlt ;o)

Jedenfalls kam irgendwann der Punkt, das Sonnenlicht blendete mich durch die Glasdecke des Casinos hindurch und die Putzfrau putze leicht angenervt um mich herum, an dem ich beschloss, den inzwischen schlafenden Rest meiner Vegasgefährten zu wecken und zum Golfen zu motivieren. Leider ließ sich trotz mitgebrachtem Kaffee und Muffins niemand dazu bringen aufzustehen, obwohl es schon um acht war. Wie auch immer, ich hatte jedenfalls nicht vor meinen Geburtstagsmorgen im Bett zu verbringen, also fuhr ich mit dem Fahrstuhl zur Rezeption, ließ mir dir Adresse von einem möglichst günstigen Golfclub geben und saß fünf Minuten nach acht, bei strahlendem Sonnenschein und mit der allerbesten Laune der Welt in einem Taxi auf dem Strip in Richtung Callaway Golf Center.

Nachdem die Dame an der Rezeption meinte unter 100$ käme ich nicht weg, war ich ausgesprochen angenehm überrascht, dass man für einen Leihschläger und unendlich viele Bälle gerade mal lächerliche 2$ von mir haben wollte! Von wegen elitärer Sport… Aber Spaß hats gemacht und da ich sogar jemanden gefunden habe, der sich Zeit nahm mir die Grundlagen zu erklären, funktionierte mein Abschlag nach kurzer Zeit auch schon relativ gut (zumindestens dafür, dass es sich um die ersten Golfstunden meines Lebens bei 40° in der Wüste Las Vegas’ nach einer schlaflosen Nacht handelte).

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Die verdiente Müdigkeit setzte auf dem Weg durch die Mojawe Wüste in Richtung Los Angeles ein, wesshalb ich den Großteil der Überfahrt schlafend verbrachte. Tags drauf gabs die totale Touritour. Hollywood, Walk of Fame, Kodak Theatre und sogar die Bustour zum Hollywood Zeichen und den Häusern der Stars! Wir haben wirklich nichts ausgelassen. Auch wenn ich mir Hollywood schon ein wenig schicker vorgestellt hätte, war es auf jeden Fall ein geiler Tag und immerhin weiß ich jetzt, dass meine Hände und Füße auffallend genau mit denen von Arnold Schwarzenegger und Will Smith übereinstimmen.

Venice Beach sowie der Norden von Los Angeles waren Ziel unseres dritten Tages und auch hier wieder leichte Enttäuschung. Klar ist es da ganz schön, aber bei weitem nicht so schön wie einem im Fernsehen immer vorgegaukelt wird, und irgendwie auch ziemlich heruntergekommen. Meine persönliche Theorie ist ja, dass dort viel zu viel gekifft wird. In Californien ist Gras rauchen legal sobald man eine Ärztliche Bescheinigung hat. An die ist allerdings nicht all zu schwer heranzukommen, schon allein an der Strandpromenade boten mehrere Ärzte an welche auzustellen… Da sollte der Gouvernator Schwarzenegger aber vielleicht doch mal ein Auge drauf werfen…

An unserem letzten Tag kamen wir dank unserer Topconnections in den Genuss des Ausblickes aus dem 66. Stock des U.S. Bank Towers. So leid mir das tut, aber hinter dem Turm kan sich unser Posttower wirklich verkriechen. Trotz leicht diesigem Wetter war der Ausblick super und ein gelungener Abschluss unseres Kurztrips nach Las Vegas und Los Angeles.

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Eric on August 12th 2009 in Allgemein

Glück im unglück

Heute Mittag waren wir mit ein paar Arbeitskollegen essen. Sehr leckeres und noch dazu sehr günstiges All You Can Eat. Es gab Essen in allen Variationen soweit das Auge reicht. Sogar Dinge die man in den Staaten sonst eher vermisst, wie zum Beispiel Rosenkohl. Ich steh total auf Rosenkohl, hab den hier aber nun schon über zwei Monate nicht mehr gegessen. Ein derartig gutes Buffett hab ich lange nicht gesehen und das alles für nicht mal ganz acht Dollar! Gefahren sind wir nicht selbst, sondern mit einem freundlichen Kollegen. Nun hat allerdings der Benni unseren Autoschlüssel im Auto des Kollegen liegen lassen, was wir allerdings erst gegen 17:30 feststellten als wir gerade Feierabend machen wollten. Dumm nur, dass der KOllege schon vor uns nach Hause ist und sich mit ihm auch unsere Schlüssel knapp 30 Meilen von dem zugehörigen Auto entfernt haben.

Aber zum Glück haben wir hier jede Menge nette Kollegen, von denen einige sogar so nett sind ihre Autos zu verleihen. Lange Rede, kurzer Sinn. Wir hatten ziemliches Glück im Unglück. Wir hätten nämlich durchaus schlechter nach Hause kommen können…

Morgen früh gehts nochmal mit dem heißen schwarzen zur Arbeit und morgen Abend dann ab nach Vegas! Hoffentlich bleibt uns unser Glück auch da treu! Und meinen Geburtstag erlebe ich dieses Jahr irgendwie gleich dreimal. Morgen 18:00 Uhr Atlanta Zeit ist es in Deutschland genau 00:00Uhr am 07.08.2009 und damit mein Geburtstag! 19:20Uhr fliegen wir dann in Atlanta los und zwar vier Stunden und 17 Minuten. Heißt kurz nach unserer Landung ist es 00:00Uhr Atlanta Zeit und schon wieder Geburtstag. Da Vegas aber noch 3 Stunden hinter Atlanta Zeit ist, ist es hier erst um 09:00, sprich so richtig Geburtstag hab ich erst, wenn es auch in Vegas 00:00Uhr schlägt!

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Eric on August 6th 2009 in Allgemein

Miami Beach / Key West

Unser Hotel in Miami hätte vom Zimmer her durchaus ein paar Klassen höher sein können, ohne das es als übertrieben luxuriös rübergekommen wäre. Aber gut, bei einem derart günstigen Preis muss man damit rechnen, dass ein Stück Seife alles ist was man neben einem kleinen Bett in einem dunklen Raum bekommt. Woran man allerdings überhaupt nichts aussetzen konnte, war die Lage des Starlite in Soutbeach, Miami ! Wir haben direkt am weltberühmten Ocean Drive genächtigt, umgeben von Clubs und Bars und direkt am Strand.

Nachdem unser Flug wegen Unwetter über Miami um eineinhalb Stunden verschoben wurde und wir aus der Luft fantastischen Blick auf das inzwischen weitergezogene Gewitter hatten, traf uns nach der Landung erstmal der Schock. Miami ist noch einmal eine ganze Ecke wärmer und vor allem schwüler als Atlanta. Man fühlt sich echt wie in einem Tropenhaus, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Am ersten Abend zogen wir also durch die nähere Umgebung unseres Hotels und ließen es uns bei ein paar Cocktails gut gehen. Schöner Anfang soweit.

Den nächsten Morgen ließen wir, ähm sagen wir mal verhalten angehen. Gegen zwölf schafften wir es endlich aus den Betten und über die Straße direkt an den Strand. Die Mittagssonne reflektierte so stark auf dem hellen Sand, das man kaum die Augen aufbekam, aber das Wasser war einfach fantastisch, einer der schönsten Strände seit langem! Nach einem kleinen Frühstück ging’s auf zu unserer Tagestour nach Key West an den südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten. Die Fahrt war leider geprägt von Stau und Regen. Der “Sunshine State” Florida hat uns in dieser Beziehung ein wenig hinters Licht geführt, aber egal, wir saßen ja eh im Auto. Key West selbst ist nicht besonders groß, aber dafür schön anzusehen und schon die Tatsache, dass einen nur noch 90 Meilen von Kuba trennen und man damit sogar dichter an Kuba als an Miami ist, ist auf jeden Fall eine Fahrt wert. Wir haben sogar noch ein wenig von einem Ernest Hemmigway Ähnlichkeitswettbewerb mitbekommen, der in Key West alljährlich in der ehemaligen Lieblingsbar des Trunkenbolds und Schriftstellers stattfindet. Zum Abendbrot hatte ich eine ganze Weile mit meinen Krabbenbeinen zu kämpfen, ein anstrengender, aber lohnenswerter Kampf, denn das Fleisch schmeckte sensationell. Wieder zurück in Miami war es inzwischen vier Uhr früh und damit eindeutig Zeit fürs Hotel, das im Übrigen statt einer Rezeption eine Bar im Eingangsbereich hatte. Auch mal ‘ne Idee.

An unserem letzten Tag wollten wir natürlich auch ein wenig die Stadt sehen und Miami hat tatsächlich eine ganze Menge zu bieten, neben Hochhäusern, die durchaus mit New York konkurrieren könnten, gibt es das künstlerische Art Deko Viertel, in dem kein Haus wie das andere aussieht, so wie jede Menge schöne Ecken unter anderem im Hafenviertel. Beeindruckend war auf jeden Fall auch unser kurzer Abstecher nach Kay Biscayne, die Insel der Besserverdiener. Um dort dazuzugehören reichen drei BMW in der Einfahrt der Prunkvilla nicht aus, an den hauseigenen Anlegesteg gehört selbstverständlich noch eine standesgemäße Yacht! Ausklingen ließen wir das Wochenende beim Abendessen im Hafenviertel und am Southpoint mit sehr schönem Blick über die Skyline von Miami. Die Nacht war kurz und um 6.45 Uhr ging’s mit Delta Airlines direkt zurück ins Büro und wieder an die Arbeit.

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Eric on August 1st 2009 in Allgemein