
Das Wochenende, das wir uns für unseren Trip zum Myrtel Beach ausgesucht hatten, war definitiv das falsche. Bei unserer Reiseplanung übersahen wir nämlich den Fakt, dass der Ort Gastgeber der diesjährigen “Black Bike Week” ist, was soviel bedeutet wie dass jeder schwarze des Landes der ein getuntes Motorrad besitzt an diesem Wochenende in Myrtel Beach seinen Motor aufheulen und seine Räder durchdrehen lässt. Den Tag über hatten wir uns noch ein wenig Charleston (eine bezaubernde kleine Stadt direkt am Atlantik und nur aus Prunkvillen bestehend) beguckt und waren erst nach Einbruch der Dunkelheit an unserem Hotel. Wobei UNSER Hotel jetzt auch zu viel gesagt ist. Eigentlich hatten die zwei Mitpraktikantinin von Marvin ein Hotel gebucht. Benni und ich waren ohne Planung für die Nacht angereist. Als sich aber rausstellte, dass die Mädels für eine falsche Woche reserviert hatten und in so ziemlich jedem Hotelbett im Umkreis von zehn Meilen ein motorradtunigbegeisterter Gangster lag, blieb uns nichts anderes übrig als uns jeweils zu dritt ein Zimmer im Marriott Hotel zu teilen. Durch irgendeine glückliche Fügung bekamen wir das Zimmer sogar für 150$ statt zum Normalpreis von 290$. Und durch drei war das eigentlich eine ganz gute Lösung, währe da nicht die Black Bike Week… Bis spät in die Nacht und gleich früh am nächsten Morgen konnte der begeisterte Motorsportfan Amateurtunern beim Kurzstreckensprint auf dem Hotelparkplatz zusehen oder sich von dem wuchtigen Hip Hop Bass aus einer bis zur Lächerlichkeit getunten Automusikanlage massieren lassen.
Nächsten Morgen ging es jedenfalls an den Strand. Und sowohl der, als auch der Atlantik waren echt super. Ganz großes Kino. Warmes Wasser (@ mama: nix mit kalt) und pralle Sonne sorgten für ein paar echt entspannte Stunden. Gut, die hab ich im Nachhinein mit ‘nem ordentlichen Sonnenbrand bezahlt, aber das ist eine andere Geschichte.
Da uns ein Tag Sonne Strand und Heiterkeit eigentlich gereicht hat und wir uns eine weitere Nacht in dem teuren Hotel ersparen wollten, fuhren wir Sonntag Abend wieder zurück nach Atlanta und verbrachten den Memorial Day in einer der größten der einzigen Attraktionen Atlantas, dem Georgia Aquarium. Obwohl ich anfangs nicht so wirklich von der Idee begeistert war sich Fische anzugucken und dafür auch noch 36$ zu bezahlen, muss ich schon zugeben, dass mich das größte Aquarium der Welt ziemlich beeindruckt hat. Vor allem die wirklich unvorstellbar großen Walhaie waren den Eintritt echt wert.
Die Arbeitswoche war bisher geprägt von relativ langen Tagen und der mühseligen Suche nach einem Thema für die Projektarbeit. Morgen müssen wir das Thema abgeben und so wirklich sicher bin ich noch nicht, aber mir fällt bestimmt noch was ein.
In diesem Sinne euch erstmal allen ein schönes Wochenende (bei euch ist ja schon Freitag früh, bei mir noch Donnerstag Abend) und bis bald.
Update: Speziell für Wiebke noch ein Video was ich von dem “walartigen Fischvieh” machen konnte.
Eric on Mai 29th 2009 in Allgemein
Die zweite Arbeitswoche ist rum und wir haben ein extra langes Wochenende vor uns. Nachdem wir uns inzwischen in das Projekt und die Arbeitsweise eingewöhnt haben, hatte wir gestern ein sehr ausführliches Gespräch mit unserem Tutor vor Ort, in dem wir unsere Aufgabenbereiche abgesteckt haben. Meine Bereiche für die nächsten Monate werden Soft- und Hardwaretests sowie Fehlerkorrekturen an grafischen Oberflächen sein, während Benni sich hauptsächlich mit Prozessdokumentation und dem Aufbau eines neuen Testlabors beschäftigen wird. Klingt alles sowohl fordernd als auch interessant, jetzt müssen wir nur noch möglichst schnell Themen für unsere Projektarbeiten finden. Die müssen wir nämlich bis Ende Mai eingereicht haben.

Am Montag ist Memorial Day und so ziemlich jeder Ammi fährt oder fliegt übers Wochenende irgendwo hin und lässt es sich gut gehen. Marvin hat über StudiVZ ein paar Praktikanten der Lufthansa aufgetan die das Wochenende am Myrtle Beach, South Carolina am Atlantik verbringen wollen. Und da wir keine anderen Pläne haben schließen wir uns an. Wir fahren morgen gleich früh los, damit wir so gegen Mittag am Strand sind. Spanned wird noch die Suche nach einer Unterkunft werden. Im Internet haben wir leider nur ziemlich teure Hotels gefunden und da ich es nicht einsehe 100$ pro Nacht zu bezahlen, fahren wir erstmal auf gut Glück los und versuchen ein günstiges Motel aufzutreiben. Sollte das nicht klappen, können wir immer noch ein teures Zimmer nehmen und dafür vielleicht nur eine Nacht bleiben. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter uns nicht im Stich lässt. In den Pool haben wir es hier immer noch nicht geschafft, aber in den Atlantik muss ich auf alle Fälle.
Der nächste Trip ist für in zwei Wochen geplant. Fabian hatte das große Glück einen unglaublich günstigen Flug nach New York zu bekommen und da das eh noch auf unserem Plan stand, haben auch wir gestern Flugtickets gebucht und werden ihm übers Wochenende Gesellschaft leisten und zusammen NYC unsicher machen. Für New York haben wir übrigens Zimmer in einem Hostel direkt am Central Park für gerade mal 25$ pro Nacht bekommen! Ich freu mich schon riesig auf New York, das wird super! Vom Myrtle Beach bin ich noch nicht so überzeugt, aber lassen wir uns überraschen. Einen ausführlichen Bericht gibts Montag oder Dienstag. Bis dahin. Liebe Grüße nach Deutschland!
Eric on Mai 23rd 2009 in Allgemein
Ich schulde euch ja noch die Fotos für die Plätze drei und eins vom gestrigen Eintrag: Also hier das 2Kg Paket Hack und meine lieblings Merkwürdigkeit: Der Batter Blaster!

Als ich heute früh aufgestanden bin hat es geschüttet wie aus Eimern. Hallo? Hier war die ganze Woche voll der Sonnenschein und jetzt will ich am Wochenende das erste mal ‘ne Runde im Pool drehen und denn regnet es?! Nun gut, der Poolplan hatte sich also erledigt, die Alternative waren die “North Georgia Premium Outlets”. Wir haben uns also den Marvin, seines Zeichens ebenfalls Student der BA Mannheim und Praktikant der Commerzbank hier in Atlanta, geschnappt und sind etwa vierzig Meilen aus der Stadt raus gefahren.
Das Outlet Center besteht aus insgesamt 140 Shops teils renomierter Marken, die außerhalb der Stadt gelegen ihre Produkte direkt ohne Zwischenhändler und dadurch sehr günstig anbieten. Wir drei waren in bester Shoppinglaune, das Wetter wurde zusehends besser und unsere Kreditkarten kamen mächtig ins Schwitzen. Insgesamt waren wir fast fünf Stunden einkaufen, aber bei den Preisen musste man einfach zuschalgen. Viele Markenklamotten kosten im Outlet nur die Hälfte des normalen Preises und an der Kasse werden nochmal 30% abgezogen. So kommt es, dass ich jetzt etliche neue T-Shirts von Converse habe, zwei neue Hosen von Calvin Klein, Poloshirt, Hemd und Schuhe von Tommy Hilfiger. In Deutschland hätte man sich für die Sachen dumm und dämlich bezahlt und hier gab es die tatsächlich für wenige Dollars. Ich habe übrigens genau den Pulli den ich neulich als vermisst gemeldet habe nochmal gekauft, diesmal allerdings nicht von Tom Tailer, sondern von Tommy Hilfiger. Nichtsdestotrotz hätte ich den anderen natürlich gerne wieder. Also, falls ihn inzwischen jemand gefunden hat, kann er sich gerne bei mir melden.
Benni und Marvin haben nicht minder heftig zugeschlagen, eher mehr, wenn ich es mir recht überlege. Aber auf jeden Fall steht fest, dass das nicht unser letzter Besuch in den North Georgia Premium Outlets war.
Eric on Mai 17th 2009 in Allgemein
Lorie, die gute Seele des DHL Standpunktes in Atlanta, hat uns heute in der Mittagspause zu einer Autovermietung begleitet und uns geholfen einen Firmentarif zu bekommen. Durch den fällt die Underage Fee weg und der Wagen ist auch insgesamt billiger. Wir haben zwar trotzdem noch über tausend Dollar gezahlt für den nächsten Monat (lustiger Weise auf etliche Kreditkarten verteilt, weil all unsere Karten schon belastet waren und wir nicht genügend Limit auf einer einzelnen hatten) sind damit aber trotzdem noch ne ganze Ecke günstiger als mit dem Stinker. Der neue ist zwar ein paar Nummern kleiner (und outet uns damit absolut als Touris, weil kein Ammi so ein kleines Auto fahren würde), aber er bringt uns von A nach B… und er stinkt nicht. Nun fahren wir also Chrysler PT Cruiser.
Als ich den Stinker heute Nachmittag wieder auf den Hof gefahren habe, hab ich die Dame am Schlater einfach mal angesprochen. Ich hab das Problem natürlich ein wenig ausgeschmückt, von wegen dass es in dem Auto nach alter Milch riecht, und dass es für mich sehr peinlich war als ich mit wichtigen Geschäftskollegen zum Mittag gefahren bin und so weiter. Sie konnte leider nichts machen, aber meinte sie holt mir den Manager. Der war super freundlich, hat sich tausendmal entschuldigt und sich bedankt dass ich ihn auf das Problem hingewiesen habe. Immerhin hab ich für den Stinker 50$ zurück bekommen. Besser als nichts.
Auf unserem Weg nach Hause sind wir an einem “Steak ‘n’ Shake” Restaurant vorbeigefahren das einfach so gut aussah, dass wir sofort umdrehen mussten. Der Laden hatte echt typisch amerikanisches Diner Flair und sowohl die Burger als auch die Milchshakes waren der absolute Hammer!
Die Top 3 der verrücktesten Dinge die ich heute gesehen hab und die es so ganz sicher nicht in Deutschland gibt:
- Platz 3: Hackfleisch gibt es hier statt in 500gr in 2Kg Abpackungen.
- Platz 2: Es gibt Drive-Through Geldautomaten. Man fährt mit dem Auto auf einen Parkplatz wo lauter Geldautomaten stehen und kann Geld abheben ohne auszusteigen. Für mich die Kirsche auf dem Eis der Faulheit.
- Platz 1: Absolut verdient, Butter in Sprühdosen. Sieht aus wie eine übergroße Schlagsahnesprühdose, enthält aber weiche Butter um sie über Pfannkuchen oder was auch immer zu sprühen.
Eric on Mai 16th 2009 in Allgemein
…die USA sind echt genau so wie man sie aus unzähligen Filmen kennt. Hier fährt man keine Autos, sondern Trucks, Straßen haben nicht drei sondern sieben Spuren und Shampoo kauft man in dreiviertel Liter Flaschen. Es ist halt alles irgendwie anders hier als zu Hause, aber cool und aufregend.
Die erste Arbeitswoche neigt sich dem Ende entgegen und auch wenn es nach wie vor kleine sprachliche Probleme gibt, haben wir uns schon recht gut eingelebt. Die Kollegen sind alle super freunlich und haben uns in den letzten Tagen “aufgegleist”, uns also erklärt worum es in dem Projekt geht, wer für was verantwortlich ist und was der aktuelle Status ist. Ab nächster Woche gehen wir dann Stück für Stück vom Zusehen und Verstehen zum selber machen über.
Morgen Nachmittag müssen wir unser Auto abgeben. Auf der einen Seite ist das voll doof, weil wir damit quasi bewegungsunfähig an unser Apartment gefesselt sind, auf der anderen Seite aber auch gut, dass wir die Kiste nicht für länger gemietet haben. Das Auto stinkt nämlich wie die Hölle. Die ersten Tage haben wir das noch nicht so mitgekriegt, aber wenn der Wagen ein paar Stunden in der Sonne stand und man einsteigt glaubt man da hätte wer unter den Sitz gebrochen… Ganz ganz wiederlich sag ich euch. Mal sehen ob wir da morgen noch nachträglich einen Discount raushandeln können…
Am Wochenende wollen wir vielleicht mal in das North Georgia Outlet Center und ein paar Klamotten shoppen. Dafür bräuchten wir allerdings ein neues Auto, aber eine Kollegin meinte sie kennt einen Verleih der sehr günstig ist und will uns da morgen helfen. Mal sehen was dabei rauskommt. Internet haben wir inzwischen auch. Wir mussten zwar noch einen Router kaufen, aber die 40$ war es locker wert.
Mittags gehen wir zur Zeit noch jeden Tag essen. Bzw. wir fahren. Wir waren inzwischen in einem mexikanischen Fast Food Restaurant, bei einem Chinesischen Buffett, in einem schrecklich überteuerten (aber ausgesprochen leckeren) Sandwichladen und heute bei einem Vitnamsen. Die Möglichkeiten hier essen zu gehen sind schier unendlich, an jeder Ecke gibt es dutzende Restaurants. Lecker war es bis jetzt überall, meistens auch preislich okay. Aber ich muss auf alle Fälle am Wochenende mal das Fitness Center hier im Haus aufsuchen damit ich nicht all zu sehr in die Breite gehe über die drei Monate hier. Oder ich hör damit auf auf Arbeit mein ganzes Kleingeld in die Cola- und Snackautomaten zu stecken. Aber die sind halt auch einfach zu verlockend…
Eric on Mai 15th 2009 in Allgemein