KW 30
Ich weiß, ich weiß, in letzter Zeit hab ich hier nicht so viel geschrieben. Das liegt nicht etwa daran, dass nichts losgewesen wäre sondern vielmehr an meinem chronischen Zeitmangel. Die letze Woche hatte ich noch ziemlich viel damit zu tun meine Projektarbeit fertig zu schreiben, aber inzwischen ist das geschafft und ich hab sie auf Arbeit verteilt und warte jetzt auf Rückmeldungen und Änderungsvorschläge. Die baue ich dann Ende nächster Woche noch ein und dann kann die Arbeit in den Druck gehen. Bei uns im Posttower gibts unten im Keller eine Druckerei, da hab ich mir neulich schon mal verschiedene Bindungsarten angeguckt und mir was Schickes für meine Arbeit ausgesucht. Wenn schon der Inhalt nicht überzeugen kann, denn doch bitte wenigstens die Optik. Ne, Spaß, ist eigentlich ganz gut geworden glaub ich.
Und dann ist ja seit letzer Woche schon die maus zu Besuch in Bonn. Ist zwar ein wenig ungünstig, dass sie sich tagsüber alleine beschäftigen muss, aber ich muss ja nun mal zur Arbeit. Aber abends hab ich dann ja Zeit und wir können was unternehmen. Dienstag waren wir im Kino und haben uns Hancock angesehen. Eigentlich ganz cooler Film. Auf jeden Fall geht viel kaputt.
Donnerstag sind wir gleich nach der Arbeit mit dem Bus nach Bad Godesberg gefahren und ein wenig durch die Innenstadt geschlendert. Natürlich haben wir uns auch das Wahrzeichen von Bad Godesberg, die Godesburg, angesehen. Von dem Burgturm hat man einen super Ausblick über das Siebengebirge und freie Sicht auf en Posttower! Abends waren wir in einem Straßencafé Pizza essen und Cocktail trinken. Lecker lecker lecker.
Freitag nach der Arbeit kamen noch zwei potentielle Zwischenmieter die Wohnung angucken. Da ist noch nichts endgültig, aber beide waren sehr interessiert und müssen sich glaub ich nur noch einigen wer das größere und wer das kleinere Zimmer nimmt. Als die weg waren haben wir uns zu dritt auf die Dachterrasse gesetzt uns die untergehende Sonne auf den Bauch scheinen lassen und Sangria getrunken. Das Zeug hab ich echt seit hundert Jahren nicht mehr getrunken, aber es ist irgendwie lecker. Auf seine eigene merkwürdige Art und Weise.
Gestern, also Samstag, früh wollte mich der Sangria in meinem Körper doch tatsächlich noch im Bett halten. Aber das ging nicht, schließlich mussten wir um 08:00 Uhr unseren Zug in Richtung Mainz bekommen. Die 180 Km nach Mainz fährt man von hier aus mit dem ICE 30 Minuten. Allerdings kostet der auch mit Bahncard noch 15€ pro Person und Strecke. Wir haben uns für die 26€ Variante mit dem Rheinland-Pfalz Ticket entschieden. Damit können bis zu 5 Personen einen ganzen Tag kreuz und quer durch Rheinland-Pfalz fahren. Allerdings nur Bummelbahn. Wer jetzt denkt “Moment mal, Bonn liegt doch aber in Nordrhein-Westfalen” der hat natürlich vollkommen recht. Das Rheinland-Pfalz Ticket gilt allerdings schon ab dem Bonner Hauptbahnhof, da man eine Station später die Bundeslandsgrenze überquert. Jedenfalls hat unsere Fahrt 2 1/2 Stunden gedauert und ich bin inzwischen nicht mehr so überzeugt davon, dass das die richtige Stelle zum Geld sparen war.
Mainz ist dafür aber wirklich sehr schön gewesen. Zwar nicht unbedingt was besonderes, aber ganz schick. Wir sind ein wenig hier und da geschlendert, waren auf dem Markt und dem Domplatz und haben unsere Füße in den Rhein gehalten. Alles bei schönstem Sonnenschein und schwülen Temperaturen. Das eigentliche Ziel unseres Mainz Ausflugs war dann aber doch die weltgrößte James Rizzi Ausstellung in der Rheingoldhalle in Mainz. Aufmerksam geworden bin ich auf den New Yorker Pop Art Künstler ehrlich gesagt erst vor kurzem, als er mehrere Briefmarken für die Deutsche Post entworfen hat. Aussehen tun die denn zum Beispiel so:

Bildquelle
oder so
Seine Bilder (und auch Autos und, besonders cool, seine chucks) sind super bunt und super fröhlich. Das Ganze ist eigentlich eine einzige Gute Laune Ausstellung. Ständig malt er seine Heimatstadt New York, der verliebte Menschen, Vögel und die auf fast jedem Bild befindliche lachende Sonne. Mir hat die Ausstellung sehr gefallen und ich hätte zu gerne einen Rizzi irgendwo in der Wohnung hängen. Angeblich legt der Mann ja Wert darauf, dass seine Kunst auch für einfache Leute bezahlbar bleib, aber die schicken Sachen kosten trotzdem mehrere tausend Euro und auch für Bilder die kaum größer als 5 x 5 cm waren wollte er schon über 200€. Da bleibt mir wohl für die nahe Zukunft erst mal nur die Erinnerung.
Für den heutigen Sonntag ist das Arithmeum Bonn geplant. Dabei handelt es sich um eine Rechengeräte Ausstellung die irgendwo in der Antike mit Rechenschiebern beginnt und bis zu aktuellen High-End Logikchips reicht. Soll angeblich sehr spannend sein. Wir werden sehen.
Ein super schönes Wochenende wünsch ich allen zusammen und dann ist ja auch nur noch 5 Tage bis es mich wieder in meine geliebte Heimatstadt verschlägt, wir dem Papa seinen Geburtstag feiern und es danach auf geht zum Zelte. Da freu ich mich jetzt schon sehr drauf!
Eric on Juli 27th 2008 in Allgemein

