Archive for Juli, 2008

KW 30

Ich weiß, ich weiß, in letzter Zeit hab ich hier nicht so viel geschrieben. Das liegt nicht etwa daran, dass nichts losgewesen wäre sondern vielmehr an meinem chronischen Zeitmangel. Die letze Woche hatte ich noch ziemlich viel damit zu tun meine Projektarbeit fertig zu schreiben, aber inzwischen ist das geschafft und ich hab sie auf Arbeit verteilt und warte jetzt auf Rückmeldungen und Änderungsvorschläge. Die baue ich dann Ende nächster Woche noch ein und dann kann die Arbeit in den Druck gehen. Bei uns im Posttower gibts unten im Keller eine Druckerei, da hab ich mir neulich schon mal verschiedene Bindungsarten angeguckt und mir was Schickes für meine Arbeit ausgesucht. Wenn schon der Inhalt nicht überzeugen kann, denn doch bitte wenigstens die Optik. Ne, Spaß, ist eigentlich ganz gut geworden glaub ich.

Und dann ist ja seit letzer Woche schon die maus zu Besuch in Bonn. Ist zwar ein wenig ungünstig, dass sie sich tagsüber alleine beschäftigen muss, aber ich muss ja nun mal zur Arbeit. Aber abends hab ich dann ja Zeit und wir können was unternehmen. Dienstag waren wir im Kino und haben uns Hancock angesehen. Eigentlich ganz cooler Film. Auf jeden Fall geht viel kaputt.

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Donnerstag sind wir gleich nach der Arbeit mit dem Bus nach Bad Godesberg gefahren und ein wenig durch die Innenstadt geschlendert. Natürlich haben wir uns auch das Wahrzeichen von Bad Godesberg, die Godesburg, angesehen. Von dem Burgturm hat man einen super Ausblick über das Siebengebirge und freie Sicht auf en Posttower! Abends waren wir in einem Straßencafé Pizza essen und Cocktail trinken. Lecker lecker lecker.

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Freitag nach der Arbeit kamen noch zwei potentielle Zwischenmieter die Wohnung angucken. Da ist noch nichts endgültig, aber beide waren sehr interessiert und müssen sich glaub ich nur noch einigen wer das größere und wer das kleinere Zimmer nimmt. Als die weg waren haben wir uns zu dritt auf die Dachterrasse gesetzt uns die untergehende Sonne auf den Bauch scheinen lassen und Sangria getrunken. Das Zeug hab ich echt seit hundert Jahren nicht mehr getrunken, aber es ist irgendwie lecker. Auf seine eigene merkwürdige Art und Weise.

Gestern, also Samstag, früh wollte mich der Sangria in meinem Körper doch tatsächlich noch im Bett halten. Aber das ging nicht, schließlich mussten wir um 08:00 Uhr unseren Zug in Richtung Mainz bekommen. Die 180 Km nach Mainz fährt man von hier aus mit dem ICE 30 Minuten. Allerdings kostet der auch mit Bahncard noch 15€ pro Person und Strecke. Wir haben uns für die 26€ Variante mit dem Rheinland-Pfalz Ticket entschieden. Damit können bis zu 5 Personen einen ganzen Tag kreuz und quer durch Rheinland-Pfalz fahren. Allerdings nur Bummelbahn. Wer jetzt denkt “Moment mal, Bonn liegt doch aber in Nordrhein-Westfalen” der hat natürlich vollkommen recht. Das Rheinland-Pfalz Ticket gilt allerdings schon ab dem Bonner Hauptbahnhof, da man eine Station später die Bundeslandsgrenze überquert. Jedenfalls hat unsere Fahrt 2 1/2 Stunden gedauert und ich bin inzwischen nicht mehr so überzeugt davon, dass das die richtige Stelle zum Geld sparen war.

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Mainz ist dafür aber wirklich sehr schön gewesen. Zwar nicht unbedingt was besonderes, aber ganz schick. Wir sind ein wenig hier und da geschlendert, waren auf dem Markt und dem Domplatz und haben unsere Füße in den Rhein gehalten. Alles bei schönstem Sonnenschein und schwülen Temperaturen. Das eigentliche Ziel unseres Mainz Ausflugs war dann aber doch die weltgrößte James Rizzi Ausstellung in der Rheingoldhalle in Mainz. Aufmerksam geworden bin ich auf den New Yorker Pop Art Künstler ehrlich gesagt erst vor kurzem, als er mehrere Briefmarken für die Deutsche Post entworfen hat. Aussehen tun die denn zum Beispiel so:

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oder so

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Seine Bilder (und auch Autos und, besonders cool, seine chucks) sind super bunt und super fröhlich. Das Ganze ist eigentlich eine einzige Gute Laune Ausstellung. Ständig malt er seine Heimatstadt New York, der verliebte Menschen, Vögel und die auf fast jedem Bild befindliche lachende Sonne. Mir hat die Ausstellung sehr gefallen und ich hätte zu gerne einen Rizzi irgendwo in der Wohnung hängen. Angeblich legt der Mann ja Wert darauf, dass seine Kunst auch für einfache Leute bezahlbar bleib, aber die schicken Sachen kosten trotzdem mehrere tausend Euro und auch für Bilder die kaum größer als 5 x 5 cm waren wollte er schon über 200€. Da bleibt mir wohl für die nahe Zukunft erst mal nur die Erinnerung.

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Für den heutigen Sonntag ist das Arithmeum Bonn geplant. Dabei handelt es sich um eine Rechengeräte Ausstellung die irgendwo in der Antike mit Rechenschiebern beginnt und bis zu aktuellen High-End Logikchips reicht. Soll angeblich sehr spannend sein. Wir werden sehen.

Ein super schönes Wochenende wünsch ich allen zusammen und dann ist ja auch nur noch 5 Tage bis es mich wieder in meine geliebte Heimatstadt verschlägt, wir dem Papa seinen Geburtstag feiern und es danach auf geht zum Zelte. Da freu ich mich jetzt schon sehr drauf!

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Eric on Juli 27th 2008 in Allgemein

bratwurstkoma

Im Fahrstuhl unbeteiligt ein Gespräch mitzubekommen hat nichts mit lauschen zu tun.

Zwei Damen, gerade aus der Altersgruppe heraus die für mich anziehend wirkt, aber dennoch attraktiv:
“Hach, es ist doch auch mal ganz angenehm zum Mittag nur eine Kleinigkeit zu essen, da fühlt man sich nicht so aufgebläht”
“Ja, kenn ich, Bratwurstkoma”
“Genau, gabs ja heute wieder, oh Gott, wenn ich mir vorstelle, dass ich jetzt diese Wurst im Magen hätte, da müsste ich mich ja erstmal ‘ne Stunde hinlegen. Aber so ein ganz kleines Verdauungszigarettchen rauch ich jetzt trotzdem noch, obwohl, eigentlich rauch ich ja zu viel. Bevor ich hier angefangen hab, hab ich wesentlich weniger geraucht…”
Die Tür geht auf, ich trete hinaus und kann mein Schmunzelen ob des Wortes “Bratwurstkoma” nicht länger unterdrücken. Die zwei kriegen in genau dem Moment mit, wie ihr Gespräch, dass sie um mich rum und über mich rüber geführt haben, auf mich gewirkt haben muss und lachen freundlich zurück.

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Eric on Juli 22nd 2008 in Allgemein

wie niedlich…

Von unsern Brötchen in der Mittagspause hatten Benni und ich heute wieder mal nicht viel. Als ich auf dem kleinen See nahe dem Posttower die süßen neugeborenen Entenbabys sah, war es um mich geschen und ich opferte gerne den Großteil meines Mittags.

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Die kleinen waren aber wohl nur vorgeschickt worden um uns anzulocken. Kaum hatte ich die ersten paar Krümel Brötchen verfüttert, versammelten sich so ziemlich alle Enten der näheren Umgebung um uns herum und bettelten schnattender Weise um ein paar Krumen von meinem Brötchen. Für alle hatte ich leider nichts, ein bisschen was musste ich ja auch noch essen, aber süß anzuschauen war es dennoch.

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Eric on Juli 15th 2008 in Allgemein

geile zeit

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Die letzen vier Tage Rostock haben verdammt gut getan. Man merkt ja immer erst wie viel einem etwas bedeutet, wenn es plötzlich weg ist und genau so geht es mir mit meiner Heimatstadt. Um dem wenigstens ein bisschen entgegen zu wirken, habe ich während meines kleinen Rostockaufenthalts bewusst so viel Heimat wie möglich in mich aufgesogen.

Am Donnerstagabend stand zu erst die feierliche Abiturzeugnisübergabe für meinen (inzwischen gar nicht mehr so) kleinen Bruder an. Trotz mäßig qualitativer Festreden war das doch ein recht bewegender Moment, besonders weil ich mich noch ziemlich genau an den Moment vor genau einem Jahr erinnere als ich im Rathaus stand und mein Zeugnis entgegennehmen durfte. Danach waren wir ganz klassisch im Stadthafen bei dem Chinesen essen, bei dem die Kellnerin jedes, und so auch dieses mal die Zitrone im Weizenbier vergessen hat. Halt alles noch genau wie immer. Aber das sollte nicht das einzige Mal an diesem Wochenende bleiben, dass ich meiner Zitrone hinterherlaufen musste… Nachdem ich früher immer derjenige war der am lautesten gequengelt hat, wenn vor oder nach dem Essen spaziert werden sollte, war ich diesmal der Initiator. Ich wollte unbedingt durch den, früher selbstverständlichen, Stadthafen schlendern und die Schiffe auf der Warnow sehen. Selbstverständlich ist er für mich heute nicht mehr, aber schön ist er immer noch. Passend dazu die aktuelle Rostocker Pils Werbung:

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Aufgabe zwei meiner Mission Heimat bestand darin in der Ostsee zu baden und wurde Freitag verwirklicht. Papa, Jan und Ich sind schön ‘ne Runde nach Markgrafenheide gefahren um unsere Bäuche ins Wasser zu halten. Es war kalt, super toll und einfach mal eine ganz andere Liga als all die Freibäder in Bonn, Berlin oder Mannheim. Abends hab ich mich sehr gefreut endlich mal wieder mit den Jungs ein Bier im Piraten zu trinken. Auch die Zeiten in denen wir, mehr oder weniger komplett, in alter Runde zusammen sitzen sind rar geworden und dadurch immer was besonderes.

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Jans Abiball am Samstag war ja der eigentliche Grund meiner Reise und auch eine gelungene Veranstaltung. Alle waren schick, alles war schön und Oma und Opa kamen ganz dekadent mit dem Schiff direkt in die Yachthafen Residenz gefahren. Unser Tisch im Kongresssaal stand zum Glück dicht am Fenster und so hatten wir wunderbare Sicht auf die AIDA Bella und andere Luxusliner die den Hafen von Warnemünde verließen und mit ihrem Getute dafür sorgten, dass die Abirede mehrmals unterbrochen werden musste. Das Buffet war sehr gut, wenn auch nicht gerade vielfältig. Nachdem ich den Kellner beim ersten Hefeweizen dreimal wieder losschicken musste wegen der Zitrone, funktionierte diese bedeutende Kleinigkeit den Rest des Abends aber recht gut. Bedauerlicherweise entschied sich der Großteil der Abiturienten für das LT als Location für die Aftershowparty. Als Gast hatte ich leider kein großes Mitspracherecht und nur die Wahl zu folgen oder halt nicht. Da meine süße maus am Samstag morgen noch eine Klausur schreiben musste, dadurch erst Nachmittags in Rostock war und leider Sonntag auch schon wieder los musste, entschied ich mich lieber Zeit mit ihr zu verbringen und der Einstellung, dass das LT nur einmal im Jahr (und zwar zum Herrentag) okay ist, treu zu bleiben. Außerdem war es inzwischen zwei Uhr und ich hatte ja noch eine letze Aufgabe in meiner Mission Heimat für den Sonntag geplant…

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Sonntag früh (so gegen zwölf Uhr) schnappte ich mir maus und Mamas Auto und dann ging es ab nach Warnemünde. Wo kriegt man schon mehr Rostock ab als in Warnemünde? Wir wanderten am Strom lang, atmeten, am Strand liegend, heimatliche Seeluft und aßen Fischbrötchen. Mission complete.

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Leider hab ich noch keine Fotos vom Abiball mit den zauberhaften Kleidern von meiner mama und meiner maus, aber sobald sich mein Bruder dran macht und mir die mailt reiche ich die natürlich noch nach.

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Eric on Juli 14th 2008 in Allgemein

rheinkultur

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140.000 Leute feierten direkt am Rhein und natürlich waren wir dabei! Wenn man schon mal die Gelegenheit hat umsonst und draußen den wunderbaren Klängen von Tomte zu lauschen kann ich mir das ja nicht entgehen lassen! Und auch die Sportfreunde Stiller haben eine super Stimmung verbreitet und mich persönlich sehr erstaunt, nachdem ihr Konzert in Stuttgart im vergangenen Oktober ja eher so mittelmäßig war. Und auch die Kulisse vor meinem geliebten Posttower war natürlich super schön.

Am Wochenende war bei uns reichlich volles Haus. Maus war ja da, Luli hatte ihren Freund, den Berger, zu Besuch und auch Benni hatte sich zwei Kumpels eingeladen. Wir waren also zu siebt und damit auch lustig für sieben! Es war ein ausgesprochen vergnügliches Wochenende, wir haben gekocht, getrunken und viel Spaß gehabt. Bei Rheinkultur trennten sich die Wege zwar wie die Musikgeschmäcker, aber bis auf Bennis Kumpels haben alle irgendwie wieder nach Hause gefunden. Aber die Jungs waren scheinbar in der Lage sich Schlafmöglichkeiten zu erflirten und stießen morgens denn so gegen zehn wieder zu uns. Ein paar Bilder noch und das soll es denn für heute schon gewesen sein.

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Eric on Juli 7th 2008 in Allgemein