Als ich heute von der Arbeit nach Hause kam hatte ich eine äußerst ungewöhnliche und zugleich irgendwie inspirierende Begegnung mit einem, wie sich später herausstellte, 90 Jahre alten Mann. Ich war gerade unterwegs vom Bus nach Hause als er meinen Weg kreuzte und mir bedeutete meine Kopfhörer raus zu nehmen. „Ich bewundere ihr Auftreten“, begrüßte er mich. Da ich wie gesagt gerade von der Arbeit kam, war ich für das Viertel in dem ich hier wohne wahrscheinlich etwas überdurchschnittlich angezogen. Ich bedankte mich für das Kompliment und erklärte ihm weshalb ich Schlips und Anzug trug. Aber dann ging es los. In ungefähr zehn Minuten erzählte er mir seine komplette Lebensgeschichte. Ich weiß jetzt nicht nur, dass er mit seiner Frau drei Kinder hat, von denen das älteste inzwischen schon selbst über 50 ist, sondern auch, was seine Kinder studiert haben, wie groß sie sind und wo sie jetzt leben. Ich erfuhr, dass er, nachdem er aus Kriegsgefangenschaft entlassen wurde unter schwersten Bedingungen Jura studierte und auf dem Weg zu seinem Examen sogar zusammenbrach, weil er seit Wochen hungern musste. Aber was er mir mit der Geschichte eigentlich auf den Weg geben wollte war, dass er sein Studium und seine folgende beeindruckende Karriere nur geschafft hat durch „eiserne Selbstdiziplin“. Und wie er da mit seinen 90 Jahren, seinem grauen, lichten Haar und seiner heiserern Stimme, ansonsten aber sowohl körperlich als auch Geistig voll fit, vor mir stand und mir sein Geheimnis vom Leben verriet war das schon irgendwie beeindruckend. Und ich glaube an Selbstdisziplin mangelt es mir tatsächlich ab und an und vielleicht sollte ich da ja wirklich mal dran arbeiten.
Seit ein paar Tagen habe ich es schriftlich, dass ich es auch in der zweiten Klausur im Fach Softwareentwicklung nicht geschafft habe die magischen 4,0 zu knacken. Anfang des nächsten Theoriesemesters, also Anfang September, werde ich SE also nachschreiben müssen. Um diesmal besser abzuschneiden hab ich mir bei Amazon ein Buch mit dem Titel „Java als erste Programmiersprache – Vom Anfänger bis zum Profi“ bestellt. Das Buch behandelt laut Inhaltsverzeichnis genau die Themen die ich nach zwei Semestern eigentlich können sollte und ich habe mir vorgenommen es in den kommenden Wochen komplett durchzuarbeiten. Wir sprechen hier übrigens von sportlichen 1000 Seiten. Aber wie war das doch gleich mit der eisernen Selbstdisziplin…?!

Und die Top Neuigkeit des Tages ist natürlich die: Es geht aufwärts! Und zwar gleich ein ganzes Stück.. Montag Vormittag gucke ich noch den Männer von der Umzugsfirma auf die Finger, dass die auch nix vergessen und gegen Mittag beziehe ich dann mein neues Büro im 19. Stock der Konzernzentrale. Die Umstrukturierung einiger Abteilungen und das Ende des Mietvertrages für mein jetziges Büro spielten mir ganz gut in die Finger und ab sofort bin ich mindestens drei Tage die Woche endlich in dem Haus, zu dem ich schon so lange Aufblicke. Ich mach Montag mal ein Foto über den Rein, damit ihr versteht wovon ich spreche.
Und zum Schluss noch ein ganz hEISer Tipp: Mövenpick conchiertes premium Eis Mirabelle Mascarpone. Lecker Schlecker!
Eric on Mai 30th 2008 in Allgemein
Wieder zu hause! Und diesmal doch ein ganzes Stück entspannter als noch vor 5 Tage. Bin heute 18Uhr bei maus los und war 21Uhr zu Hause. Und das trotzdem ich am Flughafen noch ewig auf mein Gepäck warten musste. Eigentlich bin ich ja damit es schneller geht nur mit Handgepäck geflogen, aber beim Durchläuchten wurde natürlich mein hochgefährliches Hugo Parfum entdeckt. Und da man nur 100ml Flüssigkeit mit an Bord nehmen darf und die Sicherheitkontrolle nicht abschätzen konnte wie viel Flüssigkeit in einer halbvollen 150ml Parfumflasche drin ist, musste ich meine Tasche aufgeben und nach 55 Minuten Flug noch mal ‘ne viertel Stunde auf mein Gepäck warten. Aber alles in allem immer noch wesentlich entspannteres, und vor allem wesentlich günstigeres, Reisen als mit der Bahn.
Mein kleiner Berlin Ausflug war super toll und hat sich wirklich gelohnt. Als ich Donnerstag früh nach meiner Odyssee endlich an meinem finalen Bestimmungsort angelangt war, war Tina grade dabei sich unifein zu machen. Und da ich schon immer mal eine Vorlesung “Deutsch als Zweitsprache” hören wollte, bin ich da gleich mitgefahren. Für mich ist so ein Hörsaal für 600 Wissbegieriege ja auch voll spannend, da ich selbst meinen Studientage ja leider in einem ganz normalen Klassenraum mit gerade mal 30 Plätzen fristen muss. Auch wenn das Thema der Vorlesung jetzt nicht so meins war, wars auf alle Fälle mal ‘ne Erfahrung.
Den Rest des Tages hab ich glaub ich mehr oder weniger verschlafen und Tags darauf ging es denn zum Tag der offenen Tür beim RBB. Leider viel zu voll und da ich keine Lust hatte mich für die Besichtigung eines Fernsehstudios zwei Stunden in der prallen Sonne anzustellen, haben wir vom Tag der offenen Tür nur ein paar Eindrücke aus einem Ü-Wagen und ein Foto mit dem Sandmännchen mitgenommen.

Samstag haben wir zu erst mit Tina’s Mathegruppe inklusive einem äußerst sympathischen norwegischen Austauschstudent gekocht und waren dann schön tanzen im Magnet. Feine Sache, zumal ich endlich mal wieder Stephi und Kochi gesehen hab die sich da auch tummelten.


Großes Highlight war natürlich heute als wir Tinas Geburtstagsgeschenk eingelöst haben. Ich hatte ihr ja damals einen Tag in einem Smart Roadster geschenkt und der war heute! Anfangs mussten wir uns zwar ein wenig an die Halbautomatikschaltung, bei der man selbst hoch schalten muss, die aber für einen runter schaltet, gewöhnen, aber denn ging der kleine ganz gut ab. War ein super schöner Tag und ich kann jedem der mal ein paar Mark übrig hat nur empfehlen mal ‘ne Runde in einem Smart Roadster zu drehen.


Auch wenn ihn keiner weiter kennt, muss ich noch kurz erwähnen, dass ich im Flieger nur zwei Reihen vor Jörn Schlönvoigt saß. Der spielt bei GZSZ schon seit hundert Jahren den Philipp und fliegt immer noch für zwanzig euro mit ‘m Billigflieger.
Jetzt noch kurz TvTotal und morgen früh denn gleich wieder zur Arbeit. So denn.
Eric on Mai 26th 2008 in Allgemein
Es ist Donnerstag früh, 05:57Uhr. Ich sitze in irgendeiner Regionalbahn, die im Schneckentempo vom unsympathischsten mir bekannten Bahnhof weg in Richtung Berlin schleicht. Aber von vorne. Eigentlich war geplant, dass ich Freitag nach der Arbeit in einen günstigen Flieger ein und etwa eine Stunde später in Berlin wieder aussteige um meine maus übers Wochenende zu besuchen. Allerdings hatte ich bei meiner Planung nicht berücksichtigt, dass es im goldenen Westen ja den Fronleichnam als Feiertag gibt. Benni wusste das natürlich und hatte sich den Freitag als Brückentag frei genommen um nach Hause zu fahren. Und nun kam mir gestern früh unter der Dusche eine Idee. Was wäre, wenn ich meinen Freitag durch Überstunden, teils schon gesammelt, teils in Planung, abdecken würde und einfach schon Mittwoch Abend mit Benni mitfahren würde? Ich also kurz im Internet geguckt, er könnte mich bis Magdeburg mitnehmen, von dort fährt ein Zug nach Berlin und da ich meinen Plan mit Tinas Bruder abgesprochen hatte, könnte ich zwei Uhr Nachts einfach zu ihr ins Bett krabbeln und sie überraschen.
Warum liege ich also nicht längst in besagtem Bett? Wir sind gleich nach der Arbeit, pünktlich um 18:00 Uhr, in Bonn losgefahren. Da wir bis Magdeburg laut Routenplaner 4 Stunden brauchen sollten und mein Zug erst 23:17 Uhr fuhr, hatten wir also mehr als genug Zeit. Allerdings hatten wir unsere Rechnung ohne den Bauwahn auf deutschen Autobahnen gemacht. Und aus irgendeinem unerfindlichen Grund standen auf der gesamten Strecke von Bonn nach Magdeburg alle paar Kilometer ineinander gefahrene Autos. Wir hatten also Stau. Und zwar so richtig! Als wir kurz vor eins nach fast 7 Stunden Fahrt (wenn man es denn so nennen möchte) endlich in Magdeburg ankamen, war mein Zug natürlich längst weg. Doof nur, dass der nächste erst um 03:59Uhr fuhr.
Für den Bahnhof Magdeburg hat sich die Deutsche Bahn für ihre zahlenden Kunden etwas ganz besonderes einfallen lassen. Er hat keine Türen und ist komplett offen. Obwohl, komplett ist gelogen. Der selbstverständlich unbeheizte Warteraum ist Nachts natürlich geschlossen. Was ein Schwachsinn! Warten bitte nur Tagsüber *kopfschüttel*. Zum Glück gibt es bei der Bahn aber auch Leute die diese Regelung ebenso unsinnig finden wie ich und daher bekam ich einen „anonymen“ Tipp wie man sich mit etwas Geschick Zutritt zum Warteraum verschaffen kann. Allerdings erst nach dem ich für einen auf dem Bahnhof rumlungernden Junkiepenner einen Notarzt gerufen hatte. Alles in allem gibt’s schönere Orte seine Zeit zu verbringen.
Die 3 ½ Stunden Wartezeit vergingen denn auch wie im Fluge *räusper* und jetzt geht’s endlich Richtung Berlin. Mit ein bisschen Glück bin ich halb sieben nicht nur seit 25 Stunden wach und seit 12 ½ Stunden unterwegs sondern auch endlich am Ziel meiner Reise angekommen.
Eric on Mai 22nd 2008 in Allgemein

Heute haben sich die gestressten Topmanager von morgen mal eine Auszeit und einen Tag kKöln gegönnt. Kurz nach zehn gings los und wenn ich mich nicht täusche, war das mein erster Trip nach Köln. Klar, ich war letzte Woche schon mit maus in Köln zu ‘nem Konzert und durchgefahren bin ich bestimmt auch schon öfter, aber mal so richtig Innenstad und Sightseeing hatte ich bisher noch nicht.


Zum Standartprogramm gehört natürlich der Köllner Dom. Und zwar nicht nur von unten, sondern auch von oben. Die Aussicht, die man nach gefühlten zehn millionen Stufen genießt ist schon echt sehenswert, wenn auch leider durch etwas zu viele Sicherheitmaßnahmen in Form von Maschendrahtzaun vor jedem Fenter etwas getrübt.

Das eigentiche Ziel unseres Kölnausflugs, nämlich ein Hemd und Schuhe kaufen wurde natürlich auf ganzer Linie verfehlt, dafür sind wir eine Stunde durch die Stadt geirrt und haben unser Parkhaus gesucht und nebenbei noch diesen hochmotivierten Taxifahrer gesehen, der es scheinbar kaum erwarten konnte endlich wieder Fahrgäste zu befördern.

Besonders cool fand ich auch diese äußerst kreative Idee für Hugo Boss Werbung direkt an einem U-Bahn Eingang:

Zum Mittag hab ich schön Chili con Carne gekocht und inzwischen lieg ich mit der brandneuen Ausgabe der Neon im Bett.
Morgen ist glaub ich mal wieder joggen dranm aber irgendwie fällt es mir hier in Bonn doch weentlich schwerermich zu motivieren als in Mannheim. Wir werden sehen…
Eric on Mai 18th 2008 in Allgemein
Also das Gespräch mit meinem Tutor vor zwei Tagen ist sehr gut verlaufen und ich arbeite schon seit gestern an einem größeren Projekt, dass noch bis mitte Juli laufen wird. [ZENSIERT] Das ist auf jeden Fall ein spannendes Projekt und wird gleichzeitig auch Thema meiner Projektarbeit werden. Es geht also vorwärts.
Eine kleiner Kölner Bank, die PSD Bank, hat hier in Bonn eine neue Filiale eröffnet und damit geworben, dass man 100€ Startguthaben erhält, wenn man ein Konto bei ihnen eröffnet. Einziger Haken, es muss ein Gehaltskonto sein, ansonsten gibt es keine weiteren Einschränkungen. Keine Mindestlaufzeit, keine Kontoführungsgebühren, nix. Und wo’s was zu holen gibt, steht Eric natürlich ganz vorne in der Schlange. Ich da also gestern zum zweiten mal hin (das erste mal war ich Dienstag da und dachte es wäre Montag, weil hier der Montag ja frei war und mich das völlig verwirrt hatte und Dienstag hatten die natürlichs schon früher zu…) und siehe da, riesen Party in der Filiale, mit Schnittchen und Musik und Luftballons. Und ich denk noch “Danke, wäre doch nicht nötig gewesen, ich eröffne doch nur ein Konto” aber dann sah ich den Grund für die ausgelassene Stimmung. Heiner Brand, diesmal nicht in seiner Funktion als Handballnationaltrainer, sonder als Maskottchen der PSD Bank gab Autogramme und unterhielt sich mit Kunden. Ein Konto eröffnen konnte ich trotz des Trubels und nun lass ich noch schnell mein Gehalt umstellen und schon sind mir die 100€ sicher. Und in ein paar Monaten kann ich ja alles wieder zurückstellen lassen.
Als ich gestern auf meine Kreditkartenabrechnung geguckt habe, hat mich voll der Schlag getroffen. SIXT hatte doch allen Ernstes 125€ für den Mietwagen abgebucht. Wir erinnern uns, vereinbart waren etwa 50€. Ich also fix im Internet nach der Rechnung gesucht und siehe da, die Jungs haben mir doch tatsächlich 75€ Tankgebühr aufgeschlagen, weil ich nur halb voll getankt hatte. Stimmt ja auch soweit, allerdings habe ich das Auto auch halbvoll entgegengenommen (das aber leider zu spät bemerkt) und einfach so viel nachgetankt wie ich verfahren habe. Ich bin ein bisschen über 300km gefahren also hab ich 30 Liter getankt und fertig. Und als ich das Auto abgegeben habe meinte die Frau am Service Terminal auch, dass das völlig in Ordnung sei. Lange Rede kurzer Sinn, ich bin dahin, hab den erzählt, dass ich das ja mal gar nicht cool finde und die haben alles storniert. Ich zahle fürs tanken selbstverständlich nicht einen Cent. Die Mitarbeiter sind dort echt super zuvorkommend und freundlich. Ist also alles wieder gut.
Und denn war ja gestern noch das Mädel, das während meiner Theoriephase in meinem Zimmer gewohnt hat zum Abschiedsbesuch da. Sie schreibt heute noch eine letzte Klausur und dann ist sie fertig mit dem Studium und darf sich Bachelor of Hotelmanagment nennen (oder so ähnlich). Wir waren im Vapiano essen und die Filiale hier in Bonn ist echt top. Überhaupt nicht zu vergleichen mit der kleinen beengten Version am Potsdammer Platz. Es war jedenfalls wie immer super lecker und ein ausgesprochen netter Abend. Ich werd mich jetzt mal wieder an meine Arbeit machen und ihr solltet das auch tun ;o)
Eric on Mai 16th 2008 in Allgemein